Anti-Mobbing-Netzwerk

unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters von Bad Homburg, Alexander W. Hetjes

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen, die im Job gemobbt werden. Andere Quellen sprechen von gut 11 Prozent der Beschäftigten in Deutschland, die im Berufsleben schon einmal unter Mobbing gelitten haben. So oder so – das sind ebenso erschreckende wie alarmierende Zahlen.

Doch Mobbing gibt es nicht nur in der Arbeitswelt, sondern leider viel zu häufig auch an Schulen – sei es durch direktes Mobbing wie körperliche oder verbale Gewalt, sei es durch indirektes Mobbing wie Ausgrenzung aus dem Klassenverband. Eine Auswertung im Rahmen der aktuellsten Pisa-Studie hat ergeben, dass rund 16 Prozent aller 8-14-Jährigen Opfer von Mobbing werden. Es steht zu befürchten, dass die Dunkelziffer wesentlich höher ist. Gerade bei jungen Menschen spielen beim Mobbing die sozialen Medien eine große Rolle. Und so verbreitet Mobbing seine negative Energie auch in den virtuellen Raum und dringt damit auch direkt in das Privatleben ein.

Kleine Gemeinheiten, große Schikanen oder gezielte Demütigungen – Mobbing hat viele Gesichter. Unabhängig von der Art des Mobbings, ist es für die Opfer schwer, sich dagegen zu wehren. Für die Betroffenen wird so nicht nur der alltägliche Gang ins Büro oder in die Schule zum Albtraum, auch die Gesundheit leidet unter den Folgen des Mobbings. Ein unerträglicher Gedanke.

Was allen Mobbing-Opfern gemein ist: Sie fühlen sich häufig hilflos, ohnmächtig und allein gelassen.

Daher freue ich mich sehr über die ehrenamtliche Initiative von Beyza Rodoslu. Das von ihr ins Leben gerufene Netzwerk will Betroffenen eine Anlaufstelle sein, will informieren, Kontakte herstellen, Hilfe bieten.

Mit seiner Initiative leistet das Anti-Mobbing-Netzwerk einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Mobbing. Dieses Engagement ist eminent wichtig und ich als Oberbürgermeister unterstütze Ihre Arbeit nur allzu gerne.

Herzlichst,

Alexander W. Hetjes

Oberbürgermeister