Gastbeitrag von Autorin Astrid Frank –

„Mobbing ist ein gruppendynamischer Prozess, in den alle Gruppenmitglieder in unterschiedlichen Rollen involviert sind, mit dem Ziel, das Ansehen der Person in der Opferrolle zu schädigen.

Gekennzeichnet wird dieser Prozess durch ein Machtungleichgewicht zwischen Täter und Opfer, das es dem Betroffenen in der Opferrolle  unmöglich macht, sich aus eigener Kraft aus seiner Position zu befreien. Je länger sich der Prozess ungehindert entwickeln kann, desto größer wird die Überzeugung der gesamten Gruppe, das ‚Opfer‘ habe die Angriffe selbst verschuldet. Dabei ist es wichtig hervorzuheben, dass es keine ‚typischen‘ Opfermerkmale gibt: Jede/r kann Opfer werden. Der ‚Täter‘ entscheidet darüber, was ‚richtig‘ und was ‚falsch‘ ist und beeinflusst die Wahrnehmung der Gruppe entsprechend.“

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